SAVE THE NIGHT Fund 2026: Jägermeister fördert Nachtleben-Projekte mit 156.000 Euro

Jägermeister startet die fünfte Runde seines SAVE THE NIGHT Fund. 156.000 Euro gehen an Projekte fürs Nachtleben. Wer sich bewerben kann und bis wann.
Zwei DJs legen im mobilen Tonstudio von Studio Can-V auf, einem umgebauten blauen Container mit großem Fenster
Inhalt

Jägermeister hat die Bewerbungsphase für den SAVE THE NIGHT Fund 2026 eröffnet. Mit insgesamt 156.000 Euro fördert der Kräuterlikörhersteller aus Wolfenbüttel Projekte, die das Nachtleben weltweit voranbringen sollen. Bewerben können sich volljährige Einzelpersonen, Kollektive und Organisationen aus aller Welt, und zwar bis zum 1. Dezember 2026 um 23:59 Uhr MEZ. Der Fund geht damit in seine fünfte Runde. Hier geht’s zur Webseite.

Die Nachfrage ist laut Jägermeister stark gestiegen. 2022 gingen 219 Bewerbungen ein, 2025 waren es fast 1.000 aus 62 Ländern. Das Fördervolumen wuchs im selben Zeitraum von 50.000 auf 156.000 Euro. Wie viele Projekte gefördert werden und wie sich die Summe verteilt, nennt das Unternehmen nicht.

Sechs Schwerpunkte und Mentoring

Gesucht sind Ideen zu sechs Themen, die Jägermeister gemeinsam mit seinem Advisory Board festgelegt hat: Vielfalt, Barrierefreiheit, Community, Sicherheit, ökologische Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Konsum. Neben dem Geld erhalten die Gewinnerprojekte ein Mentoring-Programm mit Fachleuten aus Nachtleben, Kreativwirtschaft und Nachhaltigkeit, dazu strategische Beratung und zusätzliche Sichtbarkeit.

Die Bewerbungen prüft das Advisory Board. Ihm gehören Alejandra Gómez Quintero (Monte Olimpa, Bogotá), Diana Alagić (Tresor, Berlin), Jorge Nieto (fabric, London) und Stacy Lentz (The Stonewall Inn und Stonewall Inn Gives Back, New York) an.

Die vier Mitglieder des SAVE THE NIGHT Advisory Boards von Jägermeister, ein Mann und drei Frauen, in einer Industriehalle
Das SAVE THE NIGHT Advisory Board wählt die Gewinnerprojekte aus. Foto: Hans-Dietrich Beyer / Mast-Jägermeister SE

Was aus früheren Gewinnern wurde

Als Beispiele nennt Jägermeister zwei frühere Gewinnerprojekte. Wings 4 Wheels aus Bogotá, ausgezeichnet 2024, hat in diesem Jahr ein kostenloses Accessibility Toolkit veröffentlicht. Der Leitfaden soll Veranstaltungsorten helfen, barrierefreier für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu werden. Gründer Juan Pablo Roa kam über seinen Vater, der einen Rollstuhl nutzt, zu dem Thema. „Barrierefreiheit ist kein Gefallen, sondern ein Recht“, sagt er.

Studio Can-V aus Nairobi, Gewinner 2023, hat sein mobiles und nachhaltiges Tonstudio ausgebaut und nach Angaben von Jägermeister bislang mehr als 500 aufstrebende und lokale Künstlerinnen und Künstler unterstützt. Roa und Studio-Can-V-Gründer Jesse Mwenda arbeiten weiterhin als Markenbotschafter mit Jägermeister zusammen.

Die Initiative SAVE THE NIGHT hat Jägermeister im April 2020 ins Leben gerufen, als Clubs und Bars wegen der Corona-Pandemie schließen mussten. Den Fund mit jährlicher Ausschreibung gibt es seit 2022. Auch sonst ist das Unternehmen in der Gastro-Szene präsent, etwa mit einer Studie zum Trinkgeld in Deutschland. Zuletzt wurde Jägermeister Orange mit einem Innovationspreis ausgezeichnet.

Bewerbungen sind über die SAVE THE NIGHT Website möglich, Neuigkeiten gibt es auf Instagram.

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