Ich habe eine Melone getragen. Bitte was, “Dirty Dancing” in einem Cocktailblog? Zugegeben, der Kitschstreifen aus den 80ern zählt nicht unbedingt zu meinen Lieblingsfilmen – doch könnte man besser in einen Text über einen Cocktail mit frischer Melone einsteigen? Wohl kaum.

Also: Neulich kaufte ich eine Honigmelone (eine Wasser- oder Cantaloupe-Melone würde aber auch funktionieren), und weil nach dem Obst-Snack eine halbe Melone übrig blieb, fand ich es angemessen, diese für Cocktails zu verwerten. In der Hausbar stand noch etwas Tequila, der Mixer war griffbereit und die Lust auf einen Drink groß – also mixte ich mir eine Honigmelonen-Margarita.


Honigmelonen-Margarita – Zutaten:

  • 120 – 150 Gramm Honigmelone (je nach Süße)
  • 50 ml Tequila
  • 20 ml Triple Sec*
  • 30 ml Limettensaft
  • 1/2 Teelöffel Agavensirup

So wird’s gemacht:

Melone entkernen, Fruchtfleisch von der Schale lösen und in grobe Stücke schneiden. Melonenfruchtfleisch, Limettensaft, Tequila, Triple Sec und Eis in einen Mixer füllen und Vollgas geben.

Die Honigmelonen-Margarita ist ein herrlich erfrischender Sommer-Cocktail. Für meinen Cocktail verwendete ich Jose Cuervo Tequila*, wobei sich im Grunde wohl jeder Blanco-Tequila eignet. Am besten er besteht zu100 Prozent aus Agaven. Das ist das einzige Qualitätsmerkmal, auf das ihr beim Kauf unbedingt achten und keine Kompromisse eingehen solltet.

honigmelonen siglo cero pox front

Variante mit Siglo Cero Pox

Mit Tequila schmeckt eine Margarita. Aber würde das Rezept auch mit einer anderen Spirituose funktionieren? Weil noch Melone übrig war, bereitete ich den Drink identisch noch einmal zu, ersetzte die 50 ml Tequila jedoch durch 50 ml Siglo Cero Pox*.

Siglo Cero Pox ist eine mexikanische Spirituose, die aus Mais, Weizen und Zuckerrohr destilliert wird und an einen wilden Mix aus Grappa und weißem Rum mit Noten von Trauben, Beeren und exotischen Früchten erinnert. Geschmacklich hat er also gar nichts mit Tequila zu tun, ich habe die Spirituose allein aufgrund der geographischen Nähe für einen Vergleich herangezogen.

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Wer sich für die Herstellung der Spirituose interessiert, findet in diesem Video weitere Eindrücke. Auf der Zunge ist der Pox kräftig, bei 40,5 Volumenprozent ist das auch keine Überraschung, aber im Drink ist er dann doch nicht so dominant wie der Tequila.

Die Variante mit Siglo Cero Pox fand ich im direkten Vergleich deshalb sogar etwas angenehmer. Er fügt sich besser in das dezente Aroma der Honigmelone ein. Tequila dagegen verlangt einen kräftigen Gegenspieler mit intensiven Aromen. Bei einer Wassermelone mag das schon wieder ganz anders aussehen. Das werde ich nächsten Sommer noch einmal probieren.

Cheers!

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Der La Mancha Roja mit Patron Tequila

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