Wer an Rum denkt, der sieht Sonne, weiße Sandstrände und meterhohe Palmen vor seinem geistigen Auge. Und was wächst an jenen Palmen? Richtig, Kokosnüsse. Kein Wunder also, dass Rum und Kokosnüsse geschmacklich so prima zusammenpassen wie Pommes und Ketchup. Viele Rums am Markt bedienen dieses Geschmacksprofil. Dead Man’s Fingers Coconut haben wir euch bereits einmal vorgestellt, Bacardi hat eine eigene Kokosnuss-Variante im Portfolio und Malibu ist wohl jedem ein Begriff. Wer aber nun denkt, der Markt ist bereits gesättigt, nun – there is a new Sheriff in Town. Die Marke Aluna kommt mit ihrem Coconut Rum endlich nach Deutschland.

Vertrieben wird der Aluna Coconut Rum* hierzulande von der Firma Perola, die uns freundlicherweise eine Flasche für diese Review zur Verfügung gestellt haben. Wie immer gab es keine Bedingungen und wir haben den Kokosnuss-Rum in einer Reihe von Drinks auf Herz und Nieren getestet. Doch der Reihe nach.

Die Geschichte hinter Aluna

Gegründet wurde Aluna 2017 in Großbritannien von Guy Ritchie und Heather Graham. Beide kennen die Welt der Spirituosen wie die sprichwörtliche Westentasche und sammelten bereits Erfahrungen bei namhaften Marken wie Pernot Ricard, Hendrick’s Gin oder den Spiced Rums Kraken und Sailor Jerry. Man kann also sagen: Die beiden wissen, was sie tun.

Aluna bedeutet übersetzt Mondgöttin, und dieser Name spiegelt sich im Stil des mitternachtsblauen Etiketts wider. Dieses ist im Mandala-Design gehalten und zeigt verschiedene Phasen des Mond-Zyklus.

Aluna Mojito

Guatemala trifft auf Karibik

Die Wurzel des Aluna-Rums liegt in Guatemala. Hier wird dem Hersteller zufolge Zuckerrohrhonig (miel de caña) mit einem ganz speziellen Hefestamm aus der Ananaspflanze fermentiert. Dieser Rum reift in Eichenholzfässern. Dieser Prozess sorgt für eine subtile Süße, ohne dass zusätzlicher Zucker hinzugefügt werden muss.

Im nächsten Schritt werden diverse karibische Sorten hinzugegeben, welche die kräftigen, warmen Noten hinzufügen, die wir alle an Rum so sehr schätzen. Die Karibik-Rums sind gewissermaßen das Rückgrat des Aluna. In diesen Blend wird geröstete Kokosnuss eingelegt. Diesen Vorgang nennt man Mazeration. Zu dieser Kombination sagte Ritchie in einem Interview: “Wir wollten, dass der Rum weich und ausgewogen ist, mit genug Rum-Charakter für Puristen, aber dass die Kokosnuss das Erlebnis anführt.“

Bemerkenswert ist der letzte Schritt. Um den Rum auf die Trinkstärke von 37,5 Volumenprozent zu bringen, wird nicht wie üblich neutrales Quellwasser hinzugegeben, sondern natürliches Kokosnusswasser. Ein interessanter Twist, welche der Spirituose ein weicheres Mundgefühl verleiht.

Tasting: Kokosnuss galore

Doch wie riecht und vor allem schmeckt der Aluna Coconut Rum denn nun? Im Glas nimmt man zunächst leichte Alkoholnoten wahr, dann duftet es nach natürlicher Kokosnuss. Dazu gesellen sich dezent Vanille und Toffee. Es erinnert ein wenig an frisch gebackene Makronen. Das macht Lust auf mehr.

Diese Aromen setzen sich auf der Zunge fort. Man spürt auch hier etwas Alkohol – der Aluna hat im Gegensatz zum Malibu auch 37,5 %vol -, doch sofort umspielt die Zunge eine gefällige Kokosnussnote, die nicht so übergriffig ist wie bei anderen Spiced Rums. Der Rum ist fraglos gesüßt, ich tippe auf etwa 20 bis 25 Gramm zugefügtem Zucker je Liter, aber verglichen mit anderen Kokosnuss-Rums ist das eher am unteren Ende. Hier wird der Rum jedenfalls nicht hinter einer Wand aus Zucker versteckt.

Mir gefällt der Aluna Coconut Rum ziemlich gut. Ich mag die Frische eines Kokosnuss-Sorbets, die er verströmt. Ich habe hier jedenfalls nicht das Gefühl, das halbe Periodensystem des Lebensmittellabors mitzutrinken, und das ist heutzutage vor allem bei einen Preis von 22,99 Euro leider alles andere als selbstverständlich.

Aluna Martini

Aluna Coconut Rum in Cocktails

Dieser Rum schmeckt pur und auf Eis. Vor allem aber eignet er sich – auch dank der vergleichsweise geringen Süße – prima für Cocktails. Eine Pina Colada mit diesem Rum ist natürlich ein No-Brainer, und er ergibt vermutlich auch eine vorzügliche Daiquiri. Aber beide Drinks sind ehrlich gesagt auch etwas langweilig. Deshalb hier drei Inspirationen:

Kokosnuss Mojito

  • 50 ml Aluna Coconu Rum
  • 25 ml frischer Limettensaft
  • 2 BL feiner, weißer Rohrzucker
  • 20 Blätter Minze
  • Soda

Limette in Stücke schneiden. Zucker und Limettenstücke in ein Glas geben. Minze anklatschen und hinzugeben. Limetten gemeinsam mit Zucker und Minze zerstoßen. Crushed Eis und Rum hinzufügen und verrühren. Mit Soda auffüllen und mit Minze garnieren.

Cocotini

  • 40 ml Aluna Coconut Rum
  • 10 ml ungelagerter Rhum Agricole
  • 20 ml weißem Wermut (zum Beispiel Belsazar)

Alle Zutaten auf Eis rühren und in eine vorgekühlte Coupette abseihen.

Bounty Hunter

Alle Zutaten auf Eis rühren und in eine vorgekühlte Coupette abseihen.

Aluna Drink

Fazit: Ein Crowdpleaser

Zugegeben: Der Aluna Coconut Rum* ist kein erstaunlich komplexer Vertreter. Doch er hält, was er verspricht. Die Kokosnuss-Aromen sind gut definieirt, ohne ins Übertriebe abzudriften. Der Rum ist leicht, besitzt aber dennoch genug Alkohol, um auch komplexe Drinks zu tragen. Wer das natürliche Kokosnuss-Aroma – nicht das chemische – schätzt und eine Alternative zu Malibu und Co. sucht, sollte auf jeden Fall ein Auge auf diesen Rum werfen.

Transparenz-Hinweis: Die Flasche wurde uns freundlicherweise von Perola zur Verfügung gestellt. Dabei wurde weder auf den Artikel noch auf das Tasting Einfluss genommen.

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