Wir waren in diesem Jahr auf dem Bar Convent Berlin unterwegs. Und jedes Jahr fragen wir uns: Womit fangen wir an? Häufig wählten wir softe Einstiege, Liköre, Drinks, so etwas. In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal zwischen all den Spirituosenständen erst einmal einen Iced Latte getrunken. Ausgeschenkt hat ihn Jacobs, gemixt wurde er aus dem neuen Espresso Concentrate, also fertiger Kaffee aus der Flasche, den niemand mehr brühen muss. Das Konzentrat gibt es in drei Sorten: Black Original, Sweet Caramel und Sweet Choco.
Dass eine bekannte Kaffeemarke auf einer internationalen Barmesse ausstellt, hat mit dem Espresso Martini zu tun. Im Cocktail Report 2026 von Drinks International steht er auf Platz fünf der meistverkauften Klassiker. Befragt wurden dafür 100 Bars, die in internationalen Rankings und bei Awards vorn liegen. Die Liste zeigt also, was an der Spitze der Barszene bestellt wird. Das deckt sich mit unseren Erfahrungen, selbst in Provinz-Bars steht ein Espresso Martini zuverlässig auf den Karten, in besser sortierten Supermärkten gibt es das Ganze als Ready-to-Drink.
Wer den Espresso Martini mit frisch gezogenem Kaffee mixt, muss dafür auch im Service Espresso ziehen. Das bedeutet: Die Maschine will gereinigt werden, und wenn vorn die Bons hängen, hat dafür niemand Zeit. Das Kaffee-Konzentrat von Jacobs kommt aus dem Kühlschrank direkt in den Jigger.
Für Bars ohne Kaffeemaschine, für Veranstaltungen und für die Hausbar hat so ein Konzentrat einen klaren Reiz: aufschrauben, abmessen, shaken.
16 Portionen, 37 Cent pro Drink
Die Flasche fasst 485 Milliliter, laut Jacobs reicht das für 16 Getränke bei 30 Millilitern pro Portion. So viel empfiehlt die Marke auch für einen Kaffee, also zwei Esslöffel auf 150 Milliliter Wasser oder Milch, heiß oder kalt.
Im Jacobs-Shop kostet die Flasche derzeit 5,99 Euro. Macht rund 37 Cent Kaffee pro Drink, Wodka, Likör, Sirup und Eis kommen obendrauf. Das ist der Endkundenpreis; mögliche Gastronomiekonditionen sind dabei nicht berücksichtigt.
Das Konzentrat hält laut Jacobs vier Wochen im Kühlschrank, sobald es geöffnet wird. Zu Hause müssten wir also vier Espresso Martini pro Woche trinken, um die Flasche rechtzeitig leer zu bekommen. Das ist auf Dauer ambitioniert. In einer gut laufenden Bar stellt sich die Frage dagegen kaum. Praktisch ist die Flasche überall, wo niemand für einen einzigen Drink die Siebträgermaschine anwirft.
Was auf dem Etikett steht
Die Sorte Black Original besteht aus Wasser, 8,8 Prozent löslichem Kaffee, Aroma und Natriumcarbonat als Säureregulator. Die offizielle Bezeichnung lautet „aromatisiertes konzentriertes Kaffeegetränk“. Die Basis ist also Instantkaffee, mit Cold Brew hat das ehrlicherweise nichts zu tun. Wie sich das im Shaker gegen frischen Espresso schlägt, konnten wir nicht ausprobieren.
Black Original weist null Gramm Zucker aus. Bei Sweet Caramel und Sweet Choco sind es laut Produktseiten 20 Gramm je 100 Milliliter.
| Sorte | Zucker je 100 ml | Zucker je 30 ml |
| Black Original | 0 g | 0 g |
| Sweet Caramel | 20 g | 6 g |
| Sweet Choco | 20 g | 6 g |
Herstellerangaben für das unverdünnte Konzentrat.
Zum Vergleich: 15 Milliliter Zuckersirup im Verhältnis 1:1 nach Gewicht bringen nach unserer Rechnung gut neun Gramm Zucker mit. Mit einer Sweet-Sorte sind zwei Drittel davon also schon im Shaker, bevor Likör oder Sirup dazukommen. Für Espresso-Martini-Varianten mit Karamell oder Schoko kann das passen. Wer beim Süßen freie Hand haben möchte, nimmt Black Original und dosiert selbst.
Das Herstellerrezept
Jacobs hat auf seiner Webseite ein eigenes Espresso-Martini-Rezept mit Black Original veröffentlicht, auf der Website teils in Millilitern, teils in Esslöffeln. Wir haben alles auf Milliliter umgerechnet, ein Esslöffel entspricht 15 Millilitern.
Espresso Martini mit Jacobs Black Original
1 Drink · Glas: Martiniglas · Methode: geschüttelt
- 45 ml Wodka
- 30 ml Jacobs Espresso Concentrate Black Original
- 15 ml Kaffeelikör
- 15 ml Zuckersirup
Alle Zutaten mit Eis kräftig shaken und in ein Martiniglas abseihen. Mit Kaffeebohnen garnieren.
Beim Sirup würden wir vorsichtig anfangen, denn wie süß der Drink wird, hängt auch am Kaffeelikör. Mit Sweet Caramel oder Sweet Choco sollte die Sirupmenge deutlich reduziert werden. Eine passende Basis findet ihr in unseren Wodka-Empfehlungen für den Espresso Martini.