Was ist die beste Bar der Welt? Diese Frage stellen sich nicht nur Cocktail-Fans regelmäßig, sondern auch die Jury der „The World’s 50 Best Bars“. Jedes Jahr stimmen Hunderte Barbesitzer, Bartender und Bartenderinnen, Industrieveteranen und Cocktail-Experten über die Crème de la Crème der internationalen Barszene ab. Jedes Mitglied der Jury hat dabei sieben Stimmen für die besten Bars, die er oder sie in den vergangenen 18 Monaten besucht hat. Mehr zum Jury-System erfahrt ihr hier.

Um es in die Liste der besten Bars zu schaffen braucht es kreative Drinks, einen exzellenten Service und ein beeindruckendes Ambiente. Wenig überraschend sind die internationalen Hotspots London und New York in den Top 50 überproportional oft vertreten. Doch ganz oben im Ranking der besten Bars der Welt ist diesmal Barcelona.

Platz 20: Coa (Hongkong)

Benannt ist das Coa in Hongkong nach einem Werkzeug, welches zur Ernte von Agaven verwendet wird. Agaven, Hongkong – wie passt das zusammen? Inhaber Jay Khan wurde für seine Bar von seinen Reisen nach Mexiko inspiriert. Das Coa ist dementsprechend eine Hommage an den mexikanischen Lifestyle und seine Spirituosen. In den Regalen finden sich Tequila, Mezcal, Raicilla, Sotol, Bacanora, Charanda und verschiedene Pechuga Mezcal. Insgesamt erstreckt sich die Sammlung über fast 200 Flaschen. Beeindruckend! Die Spirituosen können natürlich nicht nur pur verkostet werden, sondern in großartigen Cocktails. Der Dauerbrenner ist La Paloma de Oaxaca – ein Mix aus Tequila blanco, Mezcal Espadin, Limettensaft und Grapefruit-Soda mit einem Wermutsalzrand.

Platz 19: Mahaniyom (Bangkok)

Was passiert, wenn ein preisgekrönter Barkeeper und ein visionärer Mitbegründer ihre Kräfte bündeln? Die Antwort ist Mahaniyom, die neueste Perle in Bangkoks Barszene. Ronnaporn ‚Neung‘ Kanivichaporn und Chennarong ‚Jan‘ Bhumichitr haben ein Konzept geschaffen, das sich auf „ressourceneffiziente Cocktails“ konzentriert. Hier wird nichts verschwendet: Wählt das Team eine Zutat aus, wird sie bis zum letzten Rest genutzt. Nehmen wir zum Beispiel die Pomelo: Saft, Frucht, Schale und sogar das weiße Innere finden ihren Weg in das fertige Getränk.

Die Bar liegt über dem angesagten Restaurant 100 Mahaseth, was nicht nur für einen steten Zustrom an Gästen sorgt, sondern auch für einige interessante Zutaten. Rindertalg in einem Cocktail? Kein Problem! Wer ein Faible für herzhafte Getränke hat, sollte den „Cowboy“ probieren.

Der Name Mahaniyom bedeutet übersetzt „sehr beliebt“, und das aus gutem Grund. Mit einer cleveren Cocktailkarte und einer farbenfrohen Einrichtung (der neonfarbene, zweiköpfige Tiger ist ein beliebtes Selfie-Motiv) ist die Bar einer der Neueinsteiger des Jahres.

Platz 18: Zest (Seoul)

Der Name Zest ist ein Kofferwort aus „Zero“ und „Waste“, also „keine Verschwendung“. Das setzt die Messlatte hoch. Doch die Mitbegründer Demie Kim, Noah Kwon, Jisu Park und Sean Woo sind auf dem besten Weg, diese Vision zu verwirklichen. Denn in dieser Bar wird nichts dem Zufall überlassen: Alle Mixer werden hausgemacht, um Plastik und Dosen zu vermeiden. Der Honig stammt von städtischen Imkern aus der südkoreanischen Hauptstadt, und Kräuter sowie essbare Blüten werden von Hand geerntet. Was sonst im Müll landen würde, findet hier als Garnierung, Ferment oder Sirup eine zweite Bestimmung.

Aber damit nicht genug: Zest setzt auf lokale Produkte. Von einem lokalen Bauernhof stammen Kräuter und essbare Blüten, und die Bar bietet eine inspirierende Auswahl an koreanischen Getränken, darunter Vollkorn-Soju und hochprozentigen Makgeolli. Die Rückwand der Bar strahlt in goldenem Glanz, fast leer, bis auf Flaschen mit hausgemachten Gins, aromatisiert mit natürlich entsorgten Schalen.

Ein Teil der Gewinne fließt in lokale ökologische Projekte, was Zest an die Spitze der modernen, nachhaltigen Barbewegung katapultiert. Kein Wunder also, dass die Bar bei seinem Auftakt gleich den Disaronno Highest New Entry Award 2023 abräumt.

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Platz 17: Overstory (New York)

The sky is the limit – das ist das Motto der Overstory Bar in New York. 64 Stockwerke über der Wall Street, umgeben von einem luxuriösen Art-déco-Ambiente und einer Terrasse, die einen atemberaubenden Blick auf die Skyline von Gotham bietet. Hier ist alles erstklassig, vor allem die Cocktails. Bar-Direktor Harrison Ginsberg zollt der Stadt Tribut, indem er sorgfältig ausgewählte lokale Zutaten verwendet, die sich durch erdige und Umami-Geschmacksnoten auszeichnen.

Die Getränkekarte bietet raffinierte Variationen klassischer Cocktails wie dem Manhattan Deluxe (Whiskey, Amaro, Himbeere, Olivenöl, Kakao, Salz) als auch originelle Kreationen wie The Last Frontier (Gin, Sherry, Mandarine, Bienenwachs, gelber Kräuterlikör).

Als besonderes Highlight bietet Overstory zwei sorgfältig kuratierte Listen: eine Elite-Auswahl an Schaumweinen und eine Sammlung seltener Spirituosen, die sich auf Whiskys und Agaven-Destillate konzentriert.

Platz 16: Salmon Guru (Madrid)

Und weiter geht es nach Spanien, genauer gesagt nach Madrid. 2016 eröffnete Diego Cabrera das Salmon Guru und er traf sofort einen Nerv. Die Einrichtung sei einzigartig „mit seinem faszinierenden Dialog zwischen den klassischen Holz- und Kupferelementen und der von Comics inspirierten Kunst oder kitschigen Vorhängen“. Die Drinks sind ungewöhnlich, so reiften einige von ihnen in Salzwasser. Ebenso kreativ sind die Trinkgefäße, Cocktails werden schon einmal in auffälligen Drachenbechern. Der Service sei ebenfalls auf Top-Niveau.

Platz 15: Maybe Sammy (Sydney)

Maybe Sammy in Sydney wurde als beste Bar in Australasien 2023 ausgezeichnet. Denn das neueste „Mirage“-Menü besticht durch hochklassige, von KI generierte Kunst auf jeder Seite. Monatelange Entwicklung und Teamarbeit haben zur bislang besten Getränkeauswahl geführt, so die Jury. Alkoholfreie Optionen stehen genauso im Mittelpunkt wie ihre alkoholischen Pendants. Passend dazu gibt es auch hochwertige Speisen. Erlebnisreiche Darbietungen, von Seifenblasenpistolen bis hin zu vollständigen Tanzroutinen des Teams, machen Maybe Sammy zu einem, das man nicht so schnell vergisst.

Platz 14: Jigger & Pony (Singapur)

Das Jigger & Pony ist ein Urgestein der lebhaften Cocktail-Szene Singapurs und zeigt auch im elften Jahr seines Bestehens keine Anzeichen von Müdigkeit. Die Besitzer Guoyi Gan und Indra Kantono hatten das Ziel, den klassischen Cocktail wiederzubeleben, wie der Name der Bar bereits suggeriert. Doch sie haben auch ihre Vorstellung von geselliger Gastfreundschaft in den Vordergrund gestellt.

Ihr neuestes Menü namens „Identity“ ist eine Liste, in der traditionelle Getränke mit Witz und Flair neu interpretiert werden. Der Umzug ins Amara Hotel im Jahr 2018 ermöglichte es ihnen, das zu schaffen, was sie das „Wohnzimmer der Stadt“ nennen. Hier können Gäste einen Drink genießen, sich entspannen und sich rundum wohlfühlen.

Platz 13: BKK Social Club (Bangkok)

Bangkok hat exzellente Bars zu bieten, wie ich vor einigen Jahren selbst feststellte. Der BKK Social Club hat sich mittlerweile international etabliert. Der Club befindet sich im Four Seasons Chao Phraya und lockt mit einer atemberaubenden 4 Meter hohen Bar. Entwickelt wurde das Getränkemenü von niemand Geringerem als Philip Bischoff.

BKK Bar in Bangkok
BKK Bar in Bangkok

Seine Philosophie sind die drei P’s: „people in the right place equals a party“, also „Menschen am richtigen Ort sind gleich eine Party“. Dementsprechend steht das gesellige Miteinander im Zentrum. Die Drinks sind südamerikanisch inspiriert (die Empfehlung der Jury ist Evita), im Außenbereich gibt es eine Zigarrenlounge. Das Konzept überzeugt die Jury so sehr, dass der BKK Social Club mit dem London Essence Award für die beste Neueröffnung im Jahr 2022 ausgezeichnet wurde.

Platz 12: Line (Athen)

Etwas abseits des Zentrums von Athen, aber definitiv die Reise wert, befindet sich das Line. Einst eine Kunstgalerie, ist diese Bar nun die Heimat einiger der anspruchsvollsten Getränkekreationen. Wenn die Schwesterbar The Clumsies die Manifestation des Mindsets von Vasilis Kyritsis und Nikos Bakoulis in ihren Zwanzigern war, dann bietet Line – ebenfalls mit Dimitris Dafopoulos als Mitbegründer – ein erwachseneres Ambiente. Der luftige Raum mit doppelter Deckenhöhe bietet eine ernsthaft anspruchsvolle Kulisse für durchdachtes Essen und Trinken.

Hier wird alles von Grund auf neu gemacht, von hausgemachtem Bier, Fruchtweinen und Cocktails bis hin zu Käse und Brot, die aus Nebenprodukten ihrer Gärprozesse hergestellt werden. Diese ganzheitliche Denkweise zeigt sich zum Beispiel im Pisco Sour, der auf Feigenwein basiert, oder im hausgemachten Wermut, der aus Granatapfelwein hergestellt und dann im Negroni verwendet wird.

Platz 11: Tres Monos (Buenos Aires)

Tres Monos, benannt nach dem bekannten japanischen Sprichwort über die drei weisen Affen, ist ein Ort, an dem in der Nachbarschaft von Buenos Aires viel los ist. Neonrosa Lichter, Graffiti-Tags und ein frecher Mittelfinger, der die schwach beleuchtete Rückwand der Bar erhellt, setzen den Ton in dieser Palermo Soho-Basis.

Das Team spielt mit Klassikern, um humorvolle Variationen zu schaffen – etwa einen Bourbon-basierten Dolce & Banana mit Dulce de Leche oder MistiCollins, gemacht mit dem eigenen Sake und Gin der Monos.

Trotz des lockeren Ambientes und des mitreißenden Soundtracks der 90er Jahre sind die drei weisen Affen und die Manager Sofia Miro und Lucila Calichio auch sozial engagiert. Sie beziehen Zutaten direkt von kleinen regionalen Produzenten und bieten Barkeeper-Workshops in Barrio Mugica, einer ehemaligen Elendsviertel, an; zwei Absolventen arbeiten jetzt in der Bar. Neu für 2023 ist El Garage, eine Erweiterung nebenan, die den Überlauf auffängt, aber immer noch dem Sprichwort „Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“ folgt.

Platz 10: Himkok (Oslo)

Himkok, was auf Norwegisch „hausgemacht“ bedeutet, ist ein Ort, der die norwegische Kultur und ihre Aromen in den Mittelpunkt stellt. Sobald man die Bar betritt, fällt die hauseigene Destillerie auf, die Gin, Aquavit und Wodka direkt in Zapfhähne leitet, die das Herzstück der Bar bilden. Unter der Leitung von Barmanager Maroš Dzurus werden Cocktails mit lokalen Zutaten wie Sanddorn und Moltebeeren serviert. Ein besonderes Highlight ist der Himkok-Klassiker „Birch“, eine Variation des Dry Martini, hergestellt mit hausgemachtem Old Tom Gin, gesüßt mit Mädesüß und Birkenwasser.

Aber Himkok ist mehr als nur eine instagrammable Bar im Speakeasy-Stil. Im hinteren Bereich gibt es einen Raum, der sich auf lokale Cider und Biere konzentriert. Im Obergeschoss befindet sich eine dritte Bar, die klassische Cocktails vom Fass serviert. Ein Barbiersalon rundet das Angebot ab. Dank eines beeindruckenden Aufstiegs um 33 Plätze im Ranking wurde Himkok 2023 mit dem Nikka Highest Climber Award ausgezeichnet.

Platz 9: Alquímico (Cartagena)

Mehr als eine Bar – das ist das Motto des Alquímico. Nicht nur, weil jede der drei Etagen in dem einst verfallenen Herrenhaus einen eigenen Stil hat. Vor allem weil Miteigentümer Jean Trinh 2019 eine Farm in der kolumbianischen Kaffeeregion, 900 km südlich in Finalandia, gekauft hat. Die Farm wird nach Permakultur-Prinzipien betrieben und versorgt das Team der Bar mit den meisten Produkten, die für die Herstellung der ungewöhnlichen hauseigenen Zutaten benötigt werden, etwa Pinienextrakt oder der Zitrussaft, der in den Gimlet kommt. Am schönsten trinkt es sich auf der tollen Dachterrasse.

La Gauloise Verte
  • Der La Gauloise Verte setzt sich aus Alkohol, feinem Brandy, Zucker und aromatischen Pflanzen wie Angelikawurzel,...
  • In der Nase besitzt er kräftige Noten von süßen Gewürzen und Pfeffer.

Platz 8: Tayēr + Elementary (London)

2019 öffneten Monica Berg und Alex Kratena das Tayēr + Elementary in London. Und die Spirituosenwelt war verzückt: „Jedes Element der Cocktailbar wurde neu konzipiert, vom Design bis hin zum Service und der Zubereitung der Getränke.“ Die Bar ist zweigeteilt: Elementary ist ein industriell gestalteter Raum am Straßenrand, für schnellen Drinks an einem langen Gemeinschaftstisch. Die Drinks werden nicht kompliziert in Szene gesetzt, der Fokus liegt allein auf dem Geschmack. Das Tayēr hingegen verfolgt einen kulinarischen Ansatz. Hier werden weniger bekannte Zutaten mit komplizierten Hightech-Geräten die Aromen entlockt, um sie zu neuen Geschmackserlebnissen zu kombinieren.

Platz 7: Licorería Limantour (Mexiko-Stadt)

Ein Pionier, der nicht stillsteht: Die Licorería Limantour ist unter der Leitung von Benjamin Padrón und José Luis Leon seit 2014 auf der Liste der besten Bars der Welt und eine Institution der Cocktailszene. „Es ist die Art von Bar, die alles richtig macht: jeden Tag in der Woche voll, mit effizientem Service, erstklassigen Drinks und einer berauschenden Atmosphäre“, schrieb die Jury bereits im Vorjahr. Hinter der Theke wird ständig an etwas Neuem getüftelt, aber es bleibt dennoch Platz für inzwischen ikonische Getränke wie die Fluffy Paloma und die Margarita Al Pastor. Das neueste Menü, „Ida y Vuelta“, setzt auf einheimische Zutaten aus Oaxaca, wobei der Mezcal-Milkpunsch Rosita de Cacao bei den Stammgästen besonders beliebt ist. Auch nach zwölf Jahren ist die Party noch in vollem Gange, und Limantour zeigt keine Anzeichen von Müdigkeit.

Platz 6: Little Red Door (Paris)

Die namensgebenden rote Tür ist der Einlass in eine der besten Bars Frankreichs. In der pulsierenden Pariser Gegend von Marais verbirgt sich das Little Red Door – eine der wenigen Bars, die es geschafft haben, zehnmal in der Liste der 50 besten Bars der Welt aufzutauchen. Sie ist zugleich ein Vorreiter in Sachen nachhaltige Barpraktiken. Das Farm-to-Glass-Modell zeigt, wie städtische Bars Produzenten und Cocktailhersteller näher zusammenbringen können.

Die Bar hat sich während der Pandemie neu erfunden und präsentiert nun ihr neuestes Menü „Evergreen“. Die Getränkekarte ist eine Hommage an die Produzenten, die die Zutaten für die Cocktails liefern. Klare Namen wie Melon, Apple, Holy Basil und Olive lassen keinen Zweifel daran, wo die Anerkennung hingehört, auch wenn die Cocktails mit modernen Techniken kreiert werden.

Platz 5: Connaught Bar (London)

Die Connaught Bar war vor einigen Jahren noch auf Platz 1, 2023 landet sie solide auf Platz 5. Wer seit so vielen Jahren in den Top 10 landet, macht einfach sehr viel richtig. Seit nunmehr 16 Jahren sei die Connaught Bar die Messlatte für Londoner Hotelbars. Unter der Führung des Trios Agostino Perrone, Maura Milia und Giorgio Bargiani wird nichts dem Zufall überlassen: Acht Stunden Vorbereitung gehen in jeden Service ein, so die Jury.

Connaught Bar in London
Connaught Bar in London

Das Team weiß, wann es moderne Einflüsse in klassische Drinks geben kann, ohne es zu übertreiben. Die Optik der Drinks ist auffällig und elegant, ohne ins Protzige zu kippen. Das Highlight der Bar ist der Dry Martini, der in einem speziell angefertigten Mischglas mit einer Auswahl an hausgemachten Bittern zubereitet wird, die von Perrone selbst entworfen wurden. Wer nach Modernerem strebt, findet Inspiration im neuesten Menü „Synergia“. Es ist von der Dynamik menschlicher Begegnungen inspiriert, wobei der Icebreaker (Rum, Pisco, Sherry, Erdnussbutter, fermentierte Banane, Verjus und Bitter) unter einer Liste von herausragenden Getränken hervorsticht. Ein weiteres Highlight ist der Masterpieces-Bereich der Bar, der die beliebtesten Cocktails der letzten 15 Jahre auflistet – und jeder einzelne ist ein Knaller.

Platz 4: Paradiso (Barcelona)

In das Paradiso kommt man durch die Kühlschranktür eines Pastramiladens. Die Besitzer Giacomo Giannotti und Margarita Sader haben ein wahres Wunderland der Cocktails geschaffen, das von der kunstvoll geschwungenen Holzbar bis zu den außergewöhnlichen Getränken reicht.

Das jährlich erscheinende Menü von Paradiso ist immer ein Highlight. Das neueste Menü, „Evolution of Humankind“, nimmt seine Inspiration aus Schlüsselentdeckungen und Innovationen der Geschichte. Ein besonderes Highlight ist der Cocktail „On Fire“, ein Milkpunsch für mehrere Personen mit Bourbon, Oloroso Sherry, Tahini, Süßkartoffel und geräucherter Milch. Das Getränk wird in einer klaren, runden Schale serviert, garniert mit Elementen aus dem Paradiso-Labor, die die Vorfahren der Menschheit um ein Feuer darstellen. Ein Laser erzeugt eine Flamme, die den Jerez-Wein räuchert. Es sollen die am Feuer sitzenden Vorfahren der Menschheit dargestellt werden.

Platz 3: Handshake Speakeasy (Mexiko-Stadt)

Das Handshake Speakeasy in Mexiko-Stadt war 2022 noch auf Platz 11, nun geht es aufs Siegertreppchen. Die Bar sieht aus wie ein Hollywood-Film der 1920er: Tiefschwarzes, messingfarbenes Interieur, dazu Cocktail-Klassiker, die auf alten Spirituosen basieren. Und alt ist hier wörtlich zu nehmen: Hier gibt man schon einmal einen jahrhundertealten Amaro in einen Hanky Panky. Die kreative Leitung der Bar liegt beim Niederländer Eric Van Beek. Der Matcha Yuzu etwa ähnelt einem Highball, bietet jedoch eine perfekte Balance aus Whiskey, Matcha, Yuzu, Vanille und Molke.

Platz 2: Double Chicken Please (New York)

Freiliegende Ziegel, Glühbirnen und makellos gestylten Einrichtungsgegenstände – das Double Chicken Please in New York ist der Inbegriff von New York. Das titelgebende Hühnersandwich wird natürlich ebenso serviert wie Cocktail. Etwa der beliebte #3, der Apfelbrand, Cranberry, gewürzte Birne und Ingwerlimonade kombiniert.

Der hintere Raum, liebevoll „The Coop“ genannt, ist ein eleganter Lounge-Bereich mit gedämpfter Beleuchtung und Holzmöbeln. Hier wird eine zweite Speisekarte angeboten, die flüssige Interpretationen von kulinarischen Klassikern wie Red Eye Gravy (irischer Whiskey, Kaffeebutter, Mais, Walnuss, wilde Pilze, mikrowellengegarte Coppa) bietet.

Platz 1: Sips (Barcelona)

Mit einer Inselbar in der Mitte und legendären Barkeepern wie Simone Caporale und Marc Alvarez an den Shaker wird Spektakel im Sips in Barcelona großgeschrieben. Die Einrichtung in Pastellrosa und Grün schafft eine einladende Atmosphäre, die sich mit dem schwindenden Tageslicht in einen dunklen und geheimnisvollen Ort verwandelt. Für Naschkatzen gibt es Backwaren und Torten einer Michelin-Stern ausgezeichneten Konditorin, die jeden Montagmorgen ihre Kreationen vor die Tür des Sips stellt. Aber natürlich geht man zuvorderst der Getränke wegen in das Sips.

Und die werden humorvoll präsentiert: Der Cocktail „Primordial“ wird in einer Metallform von zwei Händen serviert, während der „Daiquiri Heliodora“ durch eine handbetriebene Maschine mit Grapefruit-Eisraspeln und einem übergroßen Pipettentropfen Sherry in ein Glas Rum und Limette gelangt. Das Sips bietet jetzt auch eine Bar-in-Bar-Erfahrung namens „Esencia“, die ein Menü ähnlich einer Verkostung bietet. Erst 2021 gegründet, wurde das Sips bereits zwei Jahre später zur besten Bar der Welt und zur besten Bar Europas gekürt. Glückwunsch!

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