Er ist einer der Klassiker aus Schottland: Der Aberfeldy 12 kam erstmals 1999 auf den Markt und gilt als einer der beliebtesten schottischen Single Malt Whiskys überhaupt. Das liegt an seinem runden, würzigen Geschmack, vor allem aber am überschaubaren Preis von 30 Euro pro Flasche.

Kurz vor Weihnachten hat der Hersteller nun eine Sonder-Edition des Aberfeldy 12* für Sammler in einem riesigen Goldnugget auf den Markt gebracht. Die sieht schick aus und hat einen historischen Hintergrund: Die Aberfeldy-Brennerei nutzt das Wasser aus dem Pitilie Burn, der für sein Goldvorkommen bekannt ist.

Wie der Whisky schmeckt und man ihn winterlich im Drink interpretiert erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Aberfeldy 12 – Tasting Notes

Im Glas hat der Aberfeldy 12 eine ausgesprochen schöne Farbe. Allerdings wurde hier mit Farbstoff nachgeholfen. Für den Geschmack macht das keinen Unterschied, doch erwähnenswert ist es trotzdem. Abgefüllt wurde er mit einem Alkoholgehalt von 40 Volumenprozent.

Beliebt ist der Aberfeldy 12 vor allem wegen seines milden, fruchtigen Geschmacks. Mild ist er, weil für das Brennen des Single Malts ausschließlich ungetorfte Gerste verwendet wird. Gebrannt wird übrigens auf insgesamt vier Pot Stills (Kupferbrennblasen). Zudem ist die Fermentationszeit mit 70 Stunden etwas länger als üblich – darauf sollen die fruchtigen Noten zurückzuführen sein. Der Whisky reift 12 Jahre lang in Eichenholzfässern, vermutlich ehemaligen Bourbon-Fässern, aber eine offizielle Angabe konnte ich dazu nicht finden.

Doch genug zur Herstellung, wie schmeckt der Aberfeldy 12 denn nun?

In der Nase begegnen einem sofort warme Noten von Birnen und Gewürzen, viel Getreide, ein wenig Vanille, und auch das für Schottland typische Heidekraut darf nicht fehlen.

Im Mund überzeugt der Aberfeldy 12 mit einem vollen, beinahe cremigen Mundgefühl. Auch hier sind der Früchtekorb und das Getreidefeld wieder ziemlich präsent, dazwischen schmecke ich auch Nüsse und Honig. Der Abgang ist mittellang mit einer guten Balance aus Trockenheit und Süße, aber bei einem Whisky aus dieser Preisklasse erwarte ich auch keine minutenlange Zugabe im Mund. Der Alkohol ist dabei die ganze Zeit unauffällig.

Insgesamt ein guter Einstieg in die Whisky-Welt, ideal zum Pur-Genuss bei Raumtemperatur oder in klassischen Cocktails wie einem „Whisky Sour“, ein „Old Fashioned“ oder einem „Rob Roy„.

Wer es lieber winterlich mag, kann auch mal einen Hot Toddy probieren.

Golden Hot Toddy – Eine Alternative zum Glühwein 

Diesen Drink kann man schnell mit wenigen Handgriffen zuhause zubereiten und betont die honigsüßen Aromen des Aberfeldy 12. Ich habe den Drink auch mit anderen Whiskys probiert und solange es nicht zu rauchig wird, kann man auch bedenkenlos zu anderen Marken greifen.

Zutaten:

  • 50 ml Aberfeldy 12 Year Old
  • 15 ml selbst hergestellter Honigsirup*
  • 20 ml Zitronensaft
  • Gewürzmischung**
  • heißes Wasser zum Auffüllen

Garnierung: Zimtstange und Zitronenscheibe

Zubereitung:

  1. Vermischt Whisky, Honigsirup, heißes Wasser, Zitronensaft und Gewürze in einem hitzebeständigen Tee-Glas oder -Becher und rührt vorsichtig um, bis sich alles aufgelöst und gut vermischt hat.
  2. Mit Zimtstange und Zitronenscheibe garnieren.
  3. Drink warm genießen!

*Um selbst Honigsirup herzustellen, vermischt Honig und heißes Wasser zu gleichen Teilen und rührt so lange, bis sich der Honig vollständig aufgelöst hat. Man nennt das auch Runny Honey.

**Um die Gewürzmischung selbst herzustellen, vermischt eine halbe Zimtstange, 1 TL frisch gemahlene Muskatnuss, 6 Gewürznelken, 1 Zitronenscheibe, 1 Sternanis und eine halbe Vanilleschote

Cheers!

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Transparenz-Hinweis: Die Flasche wurde uns freundlicherweise vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Dabei wurde weder auf den Artikel noch auf das Tasting Einfluss genommen.

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