Honigsirup ist eine ganz hervorragende Süßungszutat, weil er eine eigene Art der Süße erzeugt. Im Gegensatz zu Zucker bringt Honig nicht nur stumpe Süße, sondern einen charakteristischen Geschmack, Komplexibilität und eine angenehme Textur mit sich. Honig ist jedoch nicht gleich Honig. Unterschiedliche Sorten bringen immer wieder andere Nuancen in das Produkt. Deswegen habe ich ein einfaches Rezept für einen Honigsirup aufgeschrieben und für euch die geschmacklichen Unterschiede einiger Honigarten aufgeführt. Natürlich gibt es noch unzählige mehr.

Unterschiede der Honigsorten

Orangenblütenhonig – mein absoluter Lieblingshonig für Drinks. Er ist mild mit einem Hauch von Zitrus, dabei natürlich auch süß und sehr gut balanciert. Verfügt über blumige Noten und passt in sommerliche und fruchtige Drinks. Perfekt in einem Missionary’s Downfall. Zum Beispiel von der Imkerei Rüdiger Feldt*.

Kleehonig – findet man sehr regelmäßig als Empfehlung für Barhonig. Ist süß, hat ein sehr feines Aroma, zart in seiner Farbe und sehr floral. Kleehonig ist sehr vielseitig und passt zu nahezu allen Getränken.

Akazienhonig – Farbe und Konsistenz von Akazienhonig sind einzigartig, er ist lieblich und fein und verfügt über eine milde und runde Süße.

Kastanienhonig – Bestandteil der meisten deutschen Mischhonigsorten, vom Aroma kräftig und herb, leicht bitter im Nachgeschmack aufgrund der enthaltenen Tannine. Langer Nachgeschmack.

Buchweizenhonig – der Honig für Rumcocktails*. Bringt Aromen von Melasse und Erde mit, sehr dunkel und präsent in seinem Geschmack, äußerst komplex.

Tannenhonig – intensiv malzig und harzig, Aromen von Trockenfrüchten, vor allem erinnert er an getrocknete Datteln.

Lindenhonig – hellgelb mit leichten Grünstich, sehr intensiv und aromatisch, leicht medizinisch, mentholartig und herb.

Rezept Honigsirup

  • Wasser und Honig 1:2 leicht erwärmen und umrühren bis sich der Honig gelöst hat
  • in eine sterilisierte Flasche geben
  • im Kühlschrank aufbewahren

Cocktails mit Honigsirup

Viele Cocktails profitieren von der einzigartigen Konsistenz, die Honigsirup bietet. Anbei vier Tipps für Drinks:

Missionary’s Downfall

  • 40 ml Rum
  • 15 ml Apricot Brandy / Pfirsichlikör
  • 10 ml Zucker- oder Honigsirup (wer es würziger mag, kann diesen mit Zimt versetzen)
  • 15 ml Ananassaft
  • 15 ml Limettensaft
  • 10 bis 15 frische Minzzweige

Hier findet ihr übrigens mehr zur Geschichte des Missionary’s Downfall.

The Bee’s Knees

  • 60 ml Gin
  • 20 ml Zitronensaft
  • 20 ml Honigsirup, z. B. aus Lindenblüten
  • Orangenzeste

Canchanchara

  • 60 ml Havanna 7
  • 20 ml Honigsirup, z.B. aus Orangenblüten oder Buchweizen
  • 25 ml Limettensaft
  • 1 Limettenachtel

Honig Versailles

  • 50 ml Cognac
  • 10 ml Triple Sec, z.B. aus Orangenblüten
  • 10 ml Honigsirup
  • 4 Brombeeren

Cheers!

Weitere Themen rund um Selbstgemachtes:

Pimento Dram – der Likör mit dem jamaikanischen Barbeque Gewürz

Orangen-Vanillesirup: Schnelles Rezept zum Selbermachen

Tonkabohnensirup selbermachen – so geht’s

Falernum – Das steckt hinter dem karibischen Gewürzrum

Mit einem * markierte Links sind Affiliate-Links aus dem Amazon-Partnerprogramm. Kauft ihr darüber eure Produkte, erhalten wir dafür eine kleine Provision 🙂 An eurem Preis für das Produkt ändert sich dadurch nichts

Der La Mancha Roja mit Patron Tequila

Abonniert unseren Newsletter

Wir schicken euch unsere Spirituosen-Tests, Lieblingsrezepte und Hintergrund-Artikel bequem und direkt in euer Postfach. Kein Spam. Versprochen.

Du hast den Newsletter erfolgreich abonniert

Pin It on Pinterest

Share This