Wir probieren nicht nur gerne neue Spirituosen, noch lieber mixen wir uns damit Drinks. Insofern war die jüngst angekündigte „Burke´s Homebar Cocktail Competition 2021“ die ideale Gelegenheit, uns intensiver mit den beiden Burke’s-Rums zu beschäftigen. Den neuen Seamaster hat euch Hendrik erst vor Kurzem im Blog ausführlich vorgestellt, dazu entwickelte er einen süffigen Drink mit Chai-Aromen, den wir „Teamaster“ (das Rezept findet ihr hier auf Instagram) getauft haben.

Nun wagte ich mich an den Rum Artesanal Burke’s White Blend mit stolzen 61 Volumenprozent. Dabei handelt es sich um einen Blend aus zwei verschiedenen Rum-Stilen: Einerseits kommt ein klassischer, esterhaltiger Rum aus Jamaika zum Einsatz, der mit Rum aus La Réunion mit einem etwas anderen Geschmacksprofil verschnitten wird. Das sorgt für ausgeprägte Fruchtaromen (der typische Jamaika-Funk) auf einer trockenen Basis mit viel alkoholischem Biss. Ein großartiger Mix-Rum!

Rotwein, Rum, etwas Säure und Süße

Auf Instagram entdeckte ich vor einer Weile eine Variation des New York Sour, allerdings mit Rum statt Whisky als Basis-Spirituose. Dieser Drink erschien mir ideal für die Challenge, denn er sieht gut aus und passt zu dem fruchtigen Aroma des Rum Artesanal Burke’s White Blend. Mit 61% ist er deutlich stärker als viele andere Rums, weshalb ich das Rezept anpassen musste und die Menge auf 40 ml reduziere. Wer mich kennt, weiß, dass ich starke Drinks bevorzuge – doch bei diesem Rum reicht diese Menge vollkommen, glaubt mir. Supasawa ist als Säurequelle aufgrund der Optik gesetzt.

Fehlt noch die Süße. Nur mit Zuckersirup als Süßungsquelle ist mir der Drink geschmacklich zu flach. Orgeat dagegen ist mit seiner eleganten Mandelnote in beinahe allen Drinks eine Allzweckwaffe, und funktioniert auch in diesem Cocktail ganz wunderbar. 15ml reichen aus, 20ml runden das Profil aber noch besser ab. Beim Rotwein kann man sich je nach Präferenz austoben. Ich wähle einen 2018er Pi aus der Rebsorte Concejon, aber je nach Geschmack kann man auch zu fruchtigeren Weinen greifen. Am Ende entsteht der Drink „Burke’s Blood“ (mit durchschnnittlichen 27,4 Volumenprozent):

Burke’s Blood

William Burke war einer der berüchtigtsten Piraten der Karibik, der zwischen Barbados und Curacao mit Sklaven handelte, plünderte und brandschatzte. An seinen Händen klebte viel Blut. Im August 1699 geriet sein Schiff in einen Sturm, nur eine Handvoll Männer überlebte. Sein Schatz ist bis heute nicht entdeckt worden, den Legenden nach befindet er sich in einer Höhle vor Saint Thomas. Wer ihn findet, ist reich – doch wird mit einem Fluch belegt.

Zutaten

  • 40ml Rum Artesanal Burke’s White Blend
  • 20 ml Supasawa
  • 20 ml Orgeat
  • 20 ml Rotwein

Rezept

Alle Zutaten (bis auf den Rotwein) mit jeder Menge Eis in ein Rührglas geben. 30 Sekunden kräftig rühren. In ein mit Eiswürfeln gefülltes Highball-Glas abseihen. Den Rotwein mit Hilfe eines Barlöffels vorsichtig über den Drink floaten. Mit Minze garnieren.

Burkes Blood Cocktail mit Dutch Cacao

Alternative: Dutch Cacao statt Orgeat

Die oben beschriebene Variante des Burke’s Blood mit Orgeat gefällt mir dank der eleganten Süße und der nussigen Note am Gaumen am besten und ist – das zeigte eine Verkostung in kleiner Runde – ein Crowdpleaser. Wer es subtiler mag, kann als Alternative dazu Dutch Cacao verwenden und kann auf bis zu 30ml erhöhen. Die Noten dunkler Schokolade passen prima und überlassen den beiden Stars des Drinks – dem Rotwein und dem Rum – das Rampenlicht. Allerdings erhöht sich dadurch der Alkoholanteil noch weiter – 61%iger Rum, 15%iger Rotwein, 24%iger Creme de Cacao, da ist man nach zwei Drinks versandfertig.

Wer es noch komplexer mag: Auch ein Schuss Falernum (5 ml) bringt eine spannende Note in den Drink und lässt ihn etwas in Richtung Tiki abdriften. Mein persönlicher Favorit ist der Old Judge Special Reserve Falernum. Mit der ursprünglichen Idee des Drinks hat das aber zugegeben nicht mehr viel zu tun, weshalb ich diese Variante hier eher als weitere Spielart vorstelle.

Cheers!

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