Daiquiris liebt jeder. Sie fesselten bereits den Schriftsteller Ernest Hemingway an die kubanischen Tresen und sind an den Stränden dieser Welt der Hot Sh*t. Auch wenn die dort ausgeschenkten Varianten wohl eher weniger mit einem guten Daiquiri zu tun haben. Er gilt als der König der Rum-Cocktails und ist im Grunde ein einfacher Rum Sour, bei dem es aber sehr auf eine gute Balance ankommt.

Daiquiris sind auch die Benchmark-Cocktails für weiße oder auch nur kurz gelagerte Rums.

Sozusagen der Gin Tonic der Rumwelt.

Je tiefer man in die Rum-Szene abtaucht, desto mehr sucht man für einen sehr guten Daiquiri nach ungewöhnlichen und kräftigen Aromen. Jamaika, Reunion, aber auch Südafrika – oder bei uns zu Hause zuletzt Ghana – stehen hoch im Kurs. Es dürfen gern Ester – und damit eine Menge Funk und Fruchtigkeit – in den Drink wandern.

Lukas Motejzik twistet den Daiquiri

Im Jahr 2020 hat Lukas Motejzik aus München den Daiquiri im Rahmen des Spirituosen-Wettbewerbs Bacardi Legacy aufgegriffen und mit dem El Rey in eine moderne Variante gebracht. Selbstverständlich bleibt das Grundgerüst den Wurzeln treu, es ist weiterhin ein harmonisches Wechselspiel aus Spirituose (genauer gesagt: Rum), Säure und Zucker.

Motejzik hat zwei Details entscheidend abgewandelt:

  • statt weißem verwendet er gelagerten Rum
  • als Säurequelle kommt Verjus zum Einsatz

Verjus ist der gepresste Saft aus unreifen Trauben, der eigentlich traditionell in der (gehobenen) Küche verwendet wird. Seit einigen Jahren ist die Zutat aber sehr lebhaft in die Cocktailwelt eingezogen. Der Markt an Verjus hat sich in Folge dieses kleinen Booms auch etwas vergrößert.

Wir nutzen bevorzugt den Verjus von Kögler (hier bei Amazon erhältlich*), den hatte uns seinerzeit auch El-Rey-Erfinder Lukas Motejzik empfohlen. Dieser bringt eine gute Säure und kaum eigene Süße mit. Wir müssen aber auch zugeben, noch nicht besonders viel mit anderen Herstellern herumexperimentiert zu haben. Wenn ihr gute Tipps habt, schreibt sie uns gerne unten in die Kommentare.

Rezept El Rey

Zutaten

  • 50 ml Bacardi Reserva Ocho (im Original)
  • 20 ml Zuckersirup
  • 30 ml Verjus

Zubereitung

Alle Zutaten werden mit viel Eis in ein Rührglas gegeben und kalt rühren (das Original wird stark geshaked!). Den Drink anschließend in ein vorgekühltes Glas abseihen und mit einer Limettenzeste garnieren.

BACARDÍ RESERVA 8 ANOS Rum (1 x 0.7 l)
Santa Teresa 1796 Solera Rum, Goldmedalliengewinner San Francisco World Spirit Competition, (1 x 0,7 l)
Verjus aus dem Rheingau, Weingut Kögler, 750 ml
BACARDÍ RESERVA 8 ANOS Rum (1 x 0.7 l)
Santa Teresa 1796 Solera Rum, Goldmedalliengewinner San Francisco World Spirit Competition, (1 x 0,7 l)
Verjus aus dem Rheingau, Weingut Kögler, 750 ml
25,75 EUR
39,90 EUR
21,97 EUR
BACARDÍ RESERVA 8 ANOS Rum (1 x 0.7 l)
BACARDÍ RESERVA 8 ANOS Rum (1 x 0.7 l)
25,75 EUR
Santa Teresa 1796 Solera Rum, Goldmedalliengewinner San Francisco World Spirit Competition, (1 x 0,7 l)
Santa Teresa 1796 Solera Rum, Goldmedalliengewinner San Francisco World Spirit Competition, (1 x 0,7 l)
39,90 EUR
Verjus aus dem Rheingau, Weingut Kögler, 750 ml
Verjus aus dem Rheingau, Weingut Kögler, 750 ml
21,97 EUR

Der Erfolg des El Rey

Simpel, aber genial – das ist die Erfolgsrezeptur moderner Cocktailklassiker. Kein Wunder, dass der El Rey der Jury so gut gefiel, dass Motejzik damit seinerzeit das Deutschlandfinale der Bacardi Legacy gewinnen konnte. Den Drink hatte Motejzik bereits zwei Jahre vor dem Wettbewerb im Kopf, wie er im stern-Gespräch verriet. „Eigentlich ist ein Drink mit drei Zutaten zu simpel für einen Wettbewerb. Doch ich war gerade von dieser Einfachheit überzeugt – und es hat nochmal funktioniert.“

Angelehnt an den „König der Rumdrinks“ entstand übrigens auch der Name. Denn „El Rey“ heißt schlicht und ergreifend „der König“ – auch wenn er nicht der Erste war, der einen Daiquiri Twist mit diesem Namen bei diesem Wettbewerb erschaffen hat.

Beim Rum setzt Motejzik auf den 8 Jahre gelagerten Bacardi Reserva Ocho. Ein Rum, den man für knapp über 20 Euro bekommen kann und aromatisch Vanille, Karamell und leichte Holz und Rauchnoten mitbringt.

Der ist zugegeben nicht unser Favorit, aber für den Drink perfekt. Trotzdem möchten wir euch aber eine weitere Empfehlung mit auf den Weg geben: Bereitet euch den El Rey mal testweise mit dem Santa Teresa 1796 zu. Dieser Rum aus Venezuela ist komplexer, bringt eine gewisse Fruchtigkeit mit und sehr passende Holzaromen. Uns hat der Drink mit dem Santa Teresa noch besser gefallen.

Cheers!

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