Die Vorweihnachtszeit ist die Zeit der Weihnachtskalender, auch Adventskalender genannt. In den letzten Jahren verlagerte sich der Trend immer mehr zu Premium-Kalendern namenhafter Anbieter für die erwachsene Käuferschicht. Edelschokoladen, Tee, vegane Lebensmittel, Müsli, Lego und sogar Socken. Alles wird in Kalender gepackt. Der Preis für 24 Tage voller Überraschungen kann schnell 200 Euro betragen. Natürlich hat dieser Trend auch vor Spirituosen nicht halt gemacht. Nahezu jeder große Hersteller bietet spätestens seit diesem Jahr einen eigenen Kalender an. Letztes Jahr bekam ich einen Spirituosen-Kalender von Amazon geschenkt, im Jahr davor den extrem aufwendig gestalteten Rum-Kalender der Tastillery.

Und auch in diesem Jahr sind wir beide wieder am Start. In diesem Beitrag stellen wir euch unsere diesjährigen Kalender vor. Und so viel sei bereits verraten: Es wird noch etwas nerdiger als in den vergangenen Jahren.

Bei Christoph wird es um unser Lieblingsthema gehen, den Rum. Als Vorweihnachtsfreude hat er sich dieses Jahr den Kalender vom Rum-Depot schenken lassen. Wer das Rum-Depot kennt, der weiß, dass es mit Sicherheit keine Allerweltsabfüllungen in den Kalender geschafft haben, sondern nur Abfüllungen, die Dirk Becker und sein Team begeistert haben und es verdienen, in einen solchen Kalender zu wandern.

Bei mir wird es um die Essenz der Früchte und Gewürze gehen. Die Deutsche Spirituosen Manufaktur hat mir ein kleines, oder eher sehr großes, Dankeschön geschickt. In Form eines Adventskalenders mit den 24 beliebtesten Abfüllungen des Herstellers (hier ist der Kalender direkt beim Hersteller erhältlich). Dafür nochmal vielen Dank an dieser Stelle!

Deutsche Spirituosenmanufaktur 24er Tastingbox/Adventskalender

Die Berliner Brennerei um Tim Müller und Konrad Horn haben also dieses Jahr ihren eigenen handgemachten, in limitierter Kleinserie aufgelegten Kalender auf den Markt gebracht. Für 99 Euro erhält man jeweils 10 ml der beliebtesten Produkte aus dem sehr breit aufgestellen Portfolie der Brennerei. Immerhin gehören über 100 verschiedene Geiste, Brände und Liköre zum Angebot. Darunter viele Raritäten wie Geiste vom Deutschen Herbstlaub, dem Patchouli oder aber auch vom Bärlauch. Für jeden Geschmack sollte sich also etwas finden.

Beim Design der Box haben sich die detailversessenen Berliner ganze 4 Monate Zeit gelassen und so einige Pakete davon zur Sicherheit durch die Bundesrepublik geschickt. Man wollte sicher gehen, dass diese auch unversehrt ankommen. Zusätzlich befindet sich noch eine Ausgabe des DSM Magazins im Kalender und die obligatorischen, sehr schön gestalteten Karten mit Bildern der Destillerie. Eine handgeschriebene Grußkarte gehört bei der DS seit jeher zum Umfang. Persönlichkeit auf allen Ebenen. Von der Umverpackung bis zum eigentlichen Kalender kommt alles in einem Guss nach Hause und das Gesamtpaket gefällt mir persönlich sehr gut. Aber noch viel wichtiger ist ja der eigentliche Inhalt. Deswegen werfen wir nun einen Blick auf die Abfüllungen.

Die 24 kleinen Fläschen sind mit der gewohnten Nomenklatur der DSM bedruckt. Das heißt in diesem Fall, eine Nummerierung der Geiste und Brände und eine klare Produktbezeichung in Deutsch und Latein mit Herkunft der Rohzutat. Wer den Almanach der DSM dazu zur Hand hat kann sich noch mit vielen Details zum Produkt belesen. Oder man nutzt die Website.

SPOILERWARNUNG: Wer sich den Kalender zulegen und die Vorfreude nicht verderben möchte, sollte den nachfolgenden kursiven Teil überlesen.

Folgende Abfüllungen haben es in den Kalender geschafft: 105 Mallorquinische Verna Zitrone, 125 Sizilianische Tarocco Blutorange, 145 Sizilianische Mandarine, 157 Mallorquinische Persische Limette, 165 Deutsche Tulameen Himbeere, 195 Ukrainische Vogelbeere, 255 Reichenauer Schlangengurke, 385 Panamaischer Kakao, 400 Piemontesische Haselnuss, 405 Moldauische Walnuss, 410 Indonesische Erdnuss, 550 Deutsche Schokominze, 600 Rhöner Bergwiesenheu, 615 Chinesischer Jasmin, 620 Hallertauer Hopfen, 647 Deutsche Rose, 680 Bosnischer Steinpilz, 685 Deutsches Herbstlaub, 750 Apotheker’s Weihnachtsgeist, 825 London Dry Gin, 915 Himbeerlikör, 925 Ingwerlikör, 930 Johannisbeerlikör, 960 Limoncello

Die Geiste haben dabei jeweils 42% vol. und die Liköre zwischen 20 und 30% vol. Der Gin hat mit 47% vol. den höchsten Alkoholgehalt, was ich aber sehr passend empfinde, weil ich es schätze, wenn Gin mit etwas mehr Dampf um die Ecke kommt. Nun kann Weihnachten bzw. die Adventszeit sehr gerne kommen. Die Gläser sind geputzt und der Durst wäre auch da. Über die geschmacklichen Highlights des Kalenders berichte ich euch dann nach Weihnachten, eventuell geben wir zur Halbzeit schon einmal einen Zwischenstand.

Rum-Depot Adventskalender

Der Adventskalender vom Rum-Depot ist eine kleine Schatzkiste für Rum-Liebhaber. Er besteht aus einer großen Holzkiste mit Gravur, darin enthalten ist jede Menge Stroh und 24 Fläschchen (glaube ich jetzt einfach mal, ich habe noch nicht nachgezählt). Der Kalender hat 119 Euro gekostet. Ein guter Preis, wenn man bedenkt, dass

a) es sich um 24 handverlesene Rums der hierzulande größten Rum-Nerds handelt (und das meine ich voller Ehrfurcht)

b) alle Fläschchen jeweils 40 ml enthalten – genug, sodass man auch zu zweit entspannt probieren kann

c) der durchschnittliche Alkoholgehalt bei mehr als 50%vol liegt (die genaue Zahl weiß ich nicht mehr, aber irgendwo habe ich das mal bei Facebook gelesen).

  • Rum Depot Adventskalender
  • Rum Depot Adventskalender Flaschen
  • Rum Depot Adventskalender Nachricht

Wie ich die Jungs vom Rum-Depot kenne dürfte die ganze Bandbreite abgedeckt werden. Persönlich hoffe ich auf einige RumClub-Abfüllungen (hier habe ich noch längst nicht alle durch), ein paar Neueinsteiger aus diesem Jahr, eine Handvoll Fassstärken jenseits der 62 Prozent und vielleicht auch 2-3 echte Highlights, die man als Normalsterblicher einfach kaum in die Finger bekommt.

Für mich ein kleiner Wermutstropfen: Ich mag es, von einem Adventskalender überrascht zu werden. Deshalb lese ich mir nie vorher weiterführende Angaben durch. Leider wurde die Liste sämtlicher enthaltenen Abfüllungen in den Deckel geklebt, sodass man diese beim ersten Öffnen direkt zu Gesicht bekommt. Ich konnte nicht schnell genug wegschauen, sodass ich bereits eine Abfüllung gelesen habe. Es war Gott sei Dank weder der Nikolas noch der Heiligabend 🙂 Meine Frau hat nun die Liste abfotografiert, in 24 einzelne Zettelchen umgewandelt und den Innendeckel zugeklebt – nun ist die Vorfreude groß! Die GRF-Gläser stehen bereits blitzeblank poliert im Schrank.

Weitere coole Spirituosen-Adventskalender

Die Auswahl des Adventskalenders fiel uns in diesem Jahr zugegeben sehr schwer. Richtig spannend fanden wir auch den Adventskalender von Lantenhammer, denn wir waren erst vor einigen Monaten direkt vor Ort in der Destillerie und der Besuch hat uns beide sehr beeindruckt.

Krass: Spiritus Rex (mehr zum Hersteller hier) hat in diesem Jahr ein Set aus 24 unterschiedlichen Fläschchen in den Shop gepackt. Kostenpunkt: 280 Euro. Viel Geld, aber wer die Marke kennt weiß um ihre einzigartigen Brände und Geiste.

Neugierig macht uns auch der World Spirits Adventskalender von Tastillery – hier findet man die gesamte Palette der Spirituosenwelt. Im vergangenen Jahr haben wir auf Instagram verfolgt, was in den anderen Kalendern steckte. Da war echt cooles Zeug dabei.

Ansonsten gibt es in diesem Jahr auch den 24 Days of Rum Adventskalender (hier bei Amazon erhältlich), der mittlerweile schon eine längere Tradition in der Spirituosen-Welt hat. Wir kennen die diesjährige Zusammenstellung nicht, vermuten aber, dass man als Rum-Fan auch mit diesem Kalender nichts falsch macht. Denn der Rum-Depot-Adventskalender ist mittlerweile ausverkauft.

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