Limettencordial selbst gemacht

Inhaltsverzeichnis

Ein Limettencordial ist mehr als nur süßer Zitrussirup. In seiner klassischen Form ist er ein konzentrierter, haltbarer Limettensirup, der Säure, Süße und ätherische Öle in Balance bringt. Historisch reicht seine Bedeutung von der Seefahrt (Stichwort Skorbut-Prophylaxe) bis zur modernen Bar. Im Gegensatz zu frischem Limettensaft bietet Cordial Stabilität, und Aromatiefe durch die gezielte Nutzung der Schalenöle. Zusätzlich gibt es Cocktails wie den Gimlet oder die White Lady, die genau nach dieser Zutat verlangen.

Was einen guten Limettencordial ausmacht

  1. Ätherische Öle: Sitzen in der äußeren Schale (Zeste). Sie liefern Frische und die typischen Aromen.
  2. Säureprofil: Frischer Limettensaft allein ist eindimensional. Ein Teil Zitronensäure (optional) sorgt für mehr Säure und Haltbarkeit.
  3. Zuckerkonzentration: Mindestens 50–60 % Zuckeranteil (bezogen auf die Flüssigkeit) für Stabilität und Mundgefühl.

Klassisches Limettencordial

Zutaten (ergibt ca. 700–750 ml)

  • 10 unbehandelte Limetten
  • 500 g weißer Zucker
  • 250 ml frisch gepresster Limettensaft
  • 250 ml Wasser
  • optional: 5 g Zitronensäure (für längere Haltbarkeit & klarere Säure)

Zubereitung

  1. Limetten dünn schälen (nur grüne Zeste, kein Weiß).
  2. Zesten mit dem Zucker vermengen.
  3. In einem verschlossenen Gefäß 12–24 h bei Raumtemperatur ziehen lassen.

Der Zucker entzieht den Schalen die ätherischen Öle – es entsteht ein intensiv duftender Sirup.

  1. Wasser leicht erwärmen (nicht kochen).
  2. Zucker-Zesten-Mischung einrühren, bis alles gelöst ist.
  3. Zesten abseihen (feines Sieb oder Passiertuch).
  4. Limettensaft und optional Zitronensäure einrühren.
  5. Abschmecken: Balance aus Süße – Säure – Schalenbitterkeit.
  6. Heiß in sterile Flaschen füllen oder kalt abfüllen und gekühlt lagern.

  • Haltbarkeit:
    • ohne Zitronensäure: ca. 2–3 Wochen gekühlt
    • mit Zitronensäure: bis zu 2 Monate gekühlt

Typische Fehler – und wie man sie vermeidet

  • Zesten mit Weißanteil → dumpfe Bitterkeit
  • Kochen des Safts → Verlust frischer Limettennoten
  • Zu wenig Zucker → instabil, fermentationsanfällig

Cheers!

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