Auf dem Bar Convent Berlin kann man unglaublich viel entdecken. Neue Abfüllungen der großen Marken, coole neue Produkte, kleine Importeure, Hersteller, Händler. Auf Empfehlung von Philip Eichelmann – Bartender und kreativer Kopf hinter dem Instagram Blog Deine.Drinks – sind wir bei unserem diesjährigen Besuch zum Stand von Ginza Berlin gepilgert.

Eine unglaublich gute Idee wie sich heraus gestellt hat.

Über die Ginza Berlin GmbH

Bei der Ginza Berlin GmbH handelt es sich um einen Onlinehandel, der sich auf den Import hochwertiger japanischer Spirituosen spezialisert hat. Hochwertig ist in diesem Fall nicht nur ein Werbewort, sondern ist tatsächlich wörtlich zu nehmen. Selten haben wir durch die Reihe so spektakuläre Abfüllungen probiert. Man wusste gar nicht, wo man zuerst anfangen sollte – doch dazu gleich mehr!

Das Unternehmen wurde 2015 von dem Ehepaar Kai & Ilka Fryder gegründet. Nach eigenen Aussagen reisen sie selber 2-3mal im Jahr nach Tokio, um die neuesten Trends zu sichten. Sie sind also wahre Kenner der Szene. Und das merkt man auch bei ihrer teils extravaganten Auswahl an Produkten.

Neben klassichen Spirituosen wie Gins, Rum oder Whisk(e)y finden sich auch mittlerweile deutlich bekanntere Spirituosen wie Shōchū und natürlich Liköre wie Sake und Umeshu oder auch Yuzulikör. Daneben aber eben auch alle mögliche Dingen, die es in Fernost zu kaufen gibt, hier aber noch kein Mensch vorher gehört, geschweige denn getrunken hat. #

Abgefahrene Spirituosen aus Fernost

Und genau auf diese eher unbekannten Liköre speziallisierten sich die beiden bei unserem Besuch am Stand. Wir sagten nur, dass uns der Stand empfohlen wurde und schon ging es los. Ilka präsentierte uns mit einer unglaublichen Freundlichkeit und Energie ein Getränk nach dem anderen. Und da unser Japanisch etwas eingerostet ist ;-), wurde nebenher kurz ausgeführt, um was es sich jeweils handelt.

Zeit zum Mitschreiben blieb kaum, denn die Schlagzahl war hoch. Irrsinnig hoch. Aber es gab ja auch allerlei zu entdecken, zu probieren und Eindrücke zu verarbeiten.

Dabei kamen zunächst süße Shochu gefolgt von Awamori – der offiziellen Spirituose Okinawas auf Basis von Thaireis – in die Becher. Danach ging es mit Likören weiter. Die Aromatik spannte einen weiten Bogen: Yuzu, Matcha, Pflaume, Kabosu (japan. Zitrusfrucht zwischen Yuzu und Blutorange) und einem beeindruckenden Mirinlikör. Pures Umami mit einer eleganten Süße. Vereinfacht gesagt ein Teriyaki-Likör, auch wenn man dem Ganzen damit irgendwie gar nicht gerecht wird. Ungewöhnlich, aber auch irgendwie faszinierend!

Besonders sind mir der Yaesen Taruchozo Awawori, der Kanade Matcha Likör und eben der Kuro 20 Mirin im Gedächtnis geblieben. Das kurze Schnuppern in diese Welt hat uns beeindruckt und bleibt uns sicher noch längere Zeit in Erinnerung! Vielen Dank, dass ihr eure Leidenschaft mit uns so wunderbar und sympathisch geteilt habt! Wir werden garantiert noch tiefer in diese spannende Welt abtauchen.

Eine sehr gute Möglichkeit, die Abfüllungen von Ginza kennenzulernen, sind im Übrigen die eigens abgefüllten Tastingboxen. Damit bekommt man eine sehr gute Übersicht über die Produkte Japans, ohne sich gleich mehrere große Flaschen blind bestellen zu müssen. Wir können sie nur jedem interessierten Liebhaber ans Herz legen, der mal etwas fernab der Standardprodukte probieren möchte!

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