Im Test: Wagemut PX Cask Cask Strength Batch 2026

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Der Wagemut PX Cask ist das bekannteste Produkt von Wagemut und zugleich die Grundlage für den Erfolg der Marke von Nicolas Kröger. Auf unserem Blog gehörte der Wagemut PX Cask außerdem zu den ersten Spirituosen, die wir überhaupt getestet haben. Der Wagemut PX ist süß, weich und sehr zugänglich. Mir persönlich ist er heute etwas zu süß. Gerade diese Süße macht ihn aber zu einem wichtigen Rum, denn über solche Produkte finden viele Genießer erst den Einstieg in diese Spirituose.

Nach dem Wagemut und dem Wagemut XO folgt nun die dritte Version: eine Cask-Strength-Abfüllung. Was als Idee auf dem Wagemut-Sommerferst im letzten Jahr begann, ist nun in der Flasche.

Wagemut PX Cask Cask Strength Batch 2026

Bei dem Cask Strengt handelt es sich vom Prinzip um die gleiche Spirituose wie beim PX Cask, nur eben in Fassstärke, das heißt: 10-jähriger Rum von Foursquare, der tropisch in einem Ex-Bourbon-Fass gereift ist. Anschließend ein Finish in einem Pedro Ximénez-Fass, dem zuckerhaltigsten Süßwein den es gibt. Der Zuckergehalt kann auch mal 400g/Liter betragen. Ein paar Liter dieses Weins wurde vor der Befüllung mit Rum im Fass “vergessen”, was den Zuckergehalt deutlich erhöht hat. Deswegen handelt es sich auch um eine Spirituose und keinen Rum. Abgefüllt wurde mit 58,7%. Die Flasche ziert nun ein Mammut und “C1”. Wahrscheinlich der Hinweis das es sich um Batch eins handelt und noch viele folgen werden. Das Mammut wiederum verstehe ich nicht. Bin aber auch nicht gut in Bilderrätseln. Eine Flasche kostet 60 Euro.

Tasting

Der Wagemut schwenkt sich mit dünnen, langen Schlieren und einer ansprechenden Farbe im Glas. Wobei die Farbe durch den Sherry nichts aussagt. In der Nase dann vertraute Gerüche: Rosinen, getrocknete Datteln, etwas Vanille, Holzwürze, Karamell und eine ganz dezente Klebernote. Diese Klebernote habe ich allerdings vom PX Cask etwas intensiver in Erinnerung. Auch wirkt die Nase auf mich homogener als beim PX Cask.

Am Gaumen das selbe Bild: Wieder viele Früchte wie Rosinen, Beeren und getrocknete Datteln vom Sherry. Daneben Holzaromen, süßes Karamell, eine Spur Vanille und ein paar weihnachtliche Gewürze. Im Geschmack dann für mich auch der größte Unterschied zum PX Cask. Die Süße vom Sherry wirkt auf mich deutlich besser eingebunden und balanciert. Sie steht nicht so im Vordergrund, der Rum scheint mehr aromatischen Raum zu bekommen. Gerade im Abgang verbleibt nicht die schon fast sirupartige Süße des PX Cask. Lobenswert ist auch die sehr gute Einbindung des Alkohol. Die fast 60% spüre ich nicht.

-8.2 von 10.0-

Fazit

Der Cask Strength gefällt mir deutlich besser als der PX Cask und ist die logische nächste Stufe in der Wagemut-Welt. Die Aromen sind zwar letztlich die selben, was ganz logisch ist, aber für mich ist der Cask Strength viel besser balanciert und differenzierbarer. Der höhere Alkoholgehalt steht der Spirituose gut zu Gesicht und gibt dem Basis-Rum die Möglichkeit sich besser zu zeigen. Der Sherry bleibt weiter präsent, dominiert den Geschmack aber nicht mehr so stark. Das ist insofern interessant, da sich am Anteil gegenüber dem PX Cask nichts geändert haben dürfte. Für die zusätzlichen 20 Euro bekommt man in meinen Augen die deutlich bessere Spirituose, die trotz höherer ABV eine ähnlich entspannte Trinkbarkeit wie der PX Cask mitbringt.

Cheers!

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