Im Test: Wu Dram Clan Foursquare & Wu Dram Clan Guyana

Inhaltsverzeichnis

Diesmal haben wir zwei Abfüllungen vom Wu Dram Clan. Einmal aus Barbados und einmal aus Guyana.

Wu Dram Clan Foursquare

Im letzten Jahr gab es schon eine Abfüllung von Foursquare aus dem Jahr 2007 vom Wu Dram Clan. Diesmal fiel die Wahl auf einen Foursquare, der 14 lange tropische Jahre in einem ehemaligen Bourbonfass gereift ist, und entsprechend etwas jünger als die Abfüllung aus dem letzten Jahr ist. Wie üblich handelt es sich bei dem Fass um einen Blend aus Pot-Still- und Column-Still-Rum.

Der Barbade wurde in Fassstärke mit 58% abgefüllt. 200 Flaschen sind in die europäischen Onlineshops zu einer UVP von 145€ gegangen.

In der Nase Zunächst ein leichte Klebernase mit Röstaromen, tropischen Früchten, gerösteten Nüssen, viel Vanille und Karamell, das Bourbon-Fass scheint sehr präsent zu sein. Dann öffnen sich die Aromen mehr, der Kleber tritt in den Hintergrund. Vanille und Karamell bleibt sehr präsent, Assoziationen an süße Rumkugeln bauen sich durch eine Kakao-Note auf. Die typische Foursquare-Kokosnuss finde ich nicht unbedingt. Tief im Glas spürt man jedoch den Alkohol.

Am Gaumen finde ich sie dann: geröstete Kokosraspeln. Jedoch weniger präsent als erwartet. Daneben wieder Vanille, Karamell und auch wieder Kakao. Eine gute Würzigkeit schließt sich an. Die Süße aus der Nase ist auch kurz präsent, wird dann aber von leicht . Im Abgang dann auch Holz-Tannine und Gewürze mit Vanille. Die Alkoholeinbindung wirkt am Gaumen besser als in der Nase. Insgesamt ein sehr reifer Rum, der wahrscheinlich auch gar nicht mehr so lange hätte im Fass liegen dürfen.

-8.5 von 10.0-

Wu Dram Clan Guyana

Der zweite Rum im Test kommt aus Guyana und wurde im Jahr 2012 von der Diamond Distillery auf der hölzernen Versailles-Still destilliert. Er trägt das Mark “VSG”. Der Rum reifte zunächst acht Jahre im tropischen Klima Guyanas und kam 2020 nach Europa, wo er weitere sechs Jahre im kontinentalen Klima reifte. Die Abfüllung erfolgte in Fassstärke mit 57,1% in 229 Flaschen. Die UVP beträgt knapp 100€. Der Rum gehört zur Masken-Serie.

Der Rum braucht einige Zeit um sich so richtig zu öffnen, dann treffen Aromen von getrockneten Früchten, Holz, Gewürzen wie Zimt und Nelke, Leder und ein Hauch von Bleistiftspänen auf die Nase. Der Bleistiftspäne sind nicht ganz so intensiv und wirken eher wie bei einem noch länger gelagerten Rum aus dieser Still. Der Rum wirkt sehr reif und kräftig.

Am Gaumen dann wieder getrocknete Früchte (Rosine und Pflaume), Leder und sehr reife Holztöne, jedoch ohne starke Bitternoten. Etwas Karamell und Vanille vermitteln eine leicht Süße. Auch hier wieder etwas Graphit, aber nicht viel. Im Hintergrund schwingen noch Lakritznoten mit. Auch der lange Abgang bleibt dann dominiert von einem Mix aus leichter Süße und ein paar Tannieren.

-8.6 von 10.0-

Fazit

Beide Rums konnten überzeugen. aromatisch sind sie sehr unterschiedlich, was einem besser gefällt liegt am persönlichen Geschmack. Der Foursquare ist ein Rum der wahrscheinlich jedem schmeckt, der Guyana ist meiner Meinung nach etwas komplexer, aber auch fordernder. Ich persönliche bevorzuge den Rum aus Guyana.

Cheers!

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